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DESCRIPTION:\nVeranstaltungsort: Literaturhaus Darmstadt\, Vortragssaal\nKa
 sinostraße 3\n64293 Darmstadt\nAusführliche Beschreibung: Nach der Lektüre
  der 2024 erschienenen Graphic Novel „Die sieben Leben des Stefan Heym“ vo
 n Gerald Richter und Marian Kretschmer möchte man ausrufen: Was für ein Le
 ben!\n \n1913 wurde der Sohn eines jüdischen Kaufmanns als Helmut Flieg in
  Chemnitz geboren\, mit Achtzehn wurde er wegen eines antimilitaristischen
  Gedichtes des Gymnasiums verwiesen\, machte sein Abitur in Berlin und pub
 lizierte in linken Blättern. Vor den Nazis floh er nach Prag und nannte si
 ch von nun an Stefan Heym. 1935 erhielt er ein Stipendiat in Chicago\, pro
 movierte über Heinrich Heine und war bis 1939 Chefredakteur der kommunisti
 schen Zeitung „Deutsches Volksecho“. 1942 wurde sein erster Roman „Hostage
 s“ ein Riesenerfolg\, auf Deutsch erschienen 1958 unter dem Titel „Der Fal
 l Glasenapp“. Als Soldat war er erfolgreich für psychologische Kriegsführu
 ng gegen Nazis tätig\, um deutsche Soldaten zum Überlaufen zu bewegen. Dan
 n war er Besatzungsoffizier in Deutschland. Nach Beginn des Kalten Krieges
  verweigerte er antisowjetische Texte und wurde von der McCarthy-Behörde v
 erfolgt. Mit seiner Frau floh er nach Prag und 1952 weiter nach Ost-Berlin
 . Zunächst hoch angesehen\, geriet er bald wegen seiner Eigenständigkeit u
 nd Weigerung\, sich ideologisch vereinnahmen zu lassen\, in Schwierigkeite
 n mit Parteifunktionären. Er protestierte gegen die Ausbürgerung Wolf Bier
 manns und den Entzug der Mitgliedschaft von unbotmäßigen Autoren im DDR-Sc
 hriftstellerverband. Er wurde von der Stasi überwacht\, lag in ständigem K
 ampf mit der Zensur\, so daß viele seiner Bücher nur im Westen erscheinen 
 konnten.\n \nIm Alter näherte er sich stärker dem Judentum an. Als er 2001
  an einem Heine-Kongreß in Israel teilnahm\, starb er bei einem Ausflug an
 s Tote Meer. Beigesetzt wurde er auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weiß
 ensee\, auf dem auch seine Eltern ihre letzte Ruhe fanden. \n\nIn den Mitt
 elpunkt unseres Abends für Stefan Heym wollen wir den Roman „Der König Dav
 id Bericht“ (1972) und die Erzählungen „Immer sind die Männer schuld“ (200
 2) stellen. Über letztere urteilte Dieter Borchmeyer: „Es gibt in der Welt
 literatur eine Unzahl bestrickender Liebesgeschichten – aber für eine Alte
 rsliebe\, so rührend\, wie sie in diesen letzten Erzählungen Heyms zutage 
 tritt\, finden sich in der deutschen Literatur (…) nur wenige Beispiele.“ 
 (ZEITLITERATUR Oktober 2002\n\nVeranstalter: Elisabeth-Langgässer-Gesellsc
 haft und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.\n\nEintr
 itt frei
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LOCATION:Darmstadt: Literaturhaus Darmstadt\, Vortragssaal
SUMMARY:Erinnerung an Stefan Heym (10.4.1913–16.12.2001) zu seinem 25. Tode
 stag :: mit Joachim Keidl und Karlheinz Müller
URL:https://termine.ekhn.de/veranstaltung_im_detail49087.html
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