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DESCRIPTION:\nFür Engagierte: Nein\nVeranstaltungsort: Paul-Gerhardt-Haus d
 er Evangelischen Mirjamgemeinde Offenbach\nLortzingstraße 10\n63069 Offenb
 ach\nFormat der Veranstaltung: Präsenzveranstaltung\nAusführliche Beschrei
 bung: Beim Klavierabend des Frankfurter Pianist Wigbert Traxler im Paul-Ge
 rhardt-Haus der Ev. Mirjamgemeinde Offenbach bilden drei Jugendwerke den S
 chwerpunkt: Die 2. Klaviersonate von Sergej Prokofjew\, mit der er die spä
 tromantischen Einflüsse von Rachmaninoff und anderen Vorbildern abstreifte
  und die Trias seiner drei „russischen“ Sonaten eröffnete. Sowie die erste
 n beiden Klaviersonaten von Johannes Brahms. Brahms schrieb zuerst die 2. 
 Sonate in fis-Moll\, die er Clara Schumann widmete\; die ein Jahr später e
 ntstandene 1. Sonate in C-Dur hielt er für das bedeutendere Werk\, weswege
 n er sie als sein Opus 1 veröffentlicht sehen wollte. Die Bezüge zu Beetho
 ven werden vor allem in dieser Sonate sehr deutlich\, und doch sind beide 
 Sonaten bereits sehr eigenständig in ihrem Bemühen\, die große romantische
  Empfindung und das jugendliche Temperament in der klassischen Form zu bän
 digen. In beiden Werken wird dem Pianisten viel abverlangt\, und die für B
 rahms charakteristischen Herausforderungen – Doppelgriffe\, volle Akkorde\
 , Oktaven\, intrikate Sprünge – treten schon hier deutlich zutage.\n\nDas 
 Programm wird aber eröffnet mit der Bearbeitung einer Bearbeitung. Die Vor
 lage ist zweifellos eines der legendärsten Werke der Musikgeschichte überh
 aupt\, nämlich die Chaconne aus der 2. Partita für Violine solo von J. S. 
 Bach. Seit 300 Jahren gilt dieses Werk als Höhepunkt der Violinliteratur\,
  der tiefsten Ausdruck mit architektonischer Meisterschaft verbindet und d
 ie Notwendigkeit\, den Beschränkungen des Instruments mit äußerster Konzen
 tration zu begegnen\, als technischen Drahtseilakt in ästhetischer Vollend
 ung gestaltet. Die Chaconne regte viele Komponisten zu zahlreichen Bearbei
 tungen an. Einer der ersten war Johannes Brahms\, der sie für sein Instrum
 ent\, das Klavier\, arrangierte. Ihm war es daran gelegen\, sich beim Spie
 len wie ein Geiger zu fühlen\; er wollte die Anspannung spüren\, dieses Mo
 nument eben nicht mit den normalerweise verfügbaren Mitteln klanglich zu e
 rschaffen. Daher setzte er die Chaconne für die linke Hand allein. Der öst
 erreichische Pianist Paul Wittgenstein hatte im Ersten Weltkrieg seinen re
 chten Arm verloren und wurde dadurch gezwungen\, Werke für die linke Hand 
 allein zu spielen. Er regte berühmte Komponisten wie Maurice Ravel an\, ei
 gens für ihn konzipierte Werke zu schreiben\, arrangierte aber auch selbst
  Kompositionen für seine Zwecke. Wittgenstein besaß das Autograph von Brah
 ms‘ Bearbeitung und schuf eine noch anspruchsvollere Version der Chaconne.
 \nKosten: Eintritt frei\, Spenden werden erbeten.
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LOCATION:Offenbach: Paul-Gerhardt-Haus der Evangelischen Mirjamgemeinde Off
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SUMMARY:Klavierabend mit Wigbert Traxler
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