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Passionsandachten zum Paul-Gerhardt Jahr

Christus mein Freund
Mi, 25.3.2026 18-18:30 Uhr
Veranstaltungsort
Ev. Erlöserkirche Eimsheim
Mittelstr. 2
55278 Eimsheim
Barrierefreiheit: Nicht barriere frei, Zugang über Treppe
Bild des Veranstaltungsortes
c) B. Eßling
Ausführliche Beschreibung
Sollt ich meinem Gott nicht singen...
Passionsandachten zum Jubiläum 27. Mai 1676 (350. Todestag Paul Gerhardts)

Weit über die evangelischen Gottesdienste hinaus hat Paul Gerhardt tiefe Spuren im Gemeindegesang und auch im Bereich der Volkslieder hinterlassen.
In diesem Jahr wollen wir in der evangelischen Erlöserirchengemeinde Eimsheim einige seiner Lieder mit ihrer besonderen Botschaft in den Passionsandachten singen und betrachten.

Nicht weit von Berlin ist Paul Gerhardt in Grävenhainichen geboren. Von der Familie seiner Mutter war er geprägt von einem Großvater und Urgroßvater, die auch in schwierigen Zeiten zu ihrem lutherischen Glauben standen. Durch ein Stipendium besuchte er mit seinem Bruder Christian die Fürstenschule in Grimma und lernte dort Latein und Griechisch, antike Autoren und biblische Bücher kennen. Sie sangen
mittelalterliche und reformatorische Lieder und er lernte auch die wichtige lutherische Dogmatik von Leonhard Hutter auswendig. Auch sein Studium in Wittenberg hatte eine deutliche lutherische Prägung.

Im Unterschied zu den Liedern der Reformationszeit wird in seinen Liedern nicht die ganze Gemeinde angesprochen, sondern der einzelne Mensch singt ganz persönlich „Du meine Seele singe“, "Sollt ich meinem Gott nicht singen“, „Befiehl du deine Wege“.

Paul Gerhardt lebte in der Zeit des 30jährigen Krieges und mit seinen Zeitgenossen erlebte er große Unsicherheit, Gewalt und persönliches Leid. Seine Heimatstadt wurde vollständig zerstört, sein Bruder starb an der Pest und auch er war schon in der Schulzeit von dieser Krankheit bedroht. Auch das weitere Leben war durch den Tod der Kinder, das Sterben seiner geliebten Frau und den Tod seines Freundes und Kirchenmusikers Johann Crüger schwer belastet.

So war es für ihn eine ganz persönliche Frage, wie man mitten in Leid und Unsicherheit Zuversicht und Halt gewinnt. Auf vielfältige Weise teilt er mit uns seine Überzeugung:

Aus dem widersprüchlichen und unruhigen Leben selbst ist keine Sicherheit zu gewinnen. Nur wer über dieses Leben hinaus seine Heimat im Himmel hat, gewinnt in seinem Alltag den sicheren Stand, der ihn die Unsicherheit des Lebens und der Weltereignisse ohne Verzweiflung bestehen läßt.
Veranstalter / veröffentlicht von: Bild / Logo Ev. Bergkirchengemeinden Rhein-Selz Dolgesheim, Eimsheim, Uelversheim und Weinolsheim
Ev. Bergkirchengemeinden Rhein-Selz Dolgesheim, Eimsheim, Uelversheim und Weinolsheim

Gaustr. 12
55278 Dolgesheim
kirchengemeinde.dolgesheim@ekhn.de
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Telelfon: 06733 212
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