© Ralf Oeser
Künstler der verschollenen Generation
Mo, 30.3.2026 19:30-21 Uhr
Veranstaltungsort
Margaretha-Pistorius-Haus
Bahnhofstraße 26
63667 Nidda



© Judith Seipel
Kurzbeschreibung / Untertitel
"Talk am Turm" mit Pfarrer David Schnell
Ausführliche Beschreibung
David Schnell stellt Künstlerinnen und Künstler vor, deren Karrieren während des Nationalsozialismus in Deutschland zerstört wurden. Sie wurden als Vertreter der sogenannten „entarteten Kunst“ diffamiert oder mit Ausstellungs- und Arbeitsverboten belegt, weil sie Juden waren; verfolgt, ermordet, ins Exil oder in die innere Emigration gezwungen und ihre Werke zum großen Teil zerstört. Nach 1945 wurden Werke dieser Künstler lange Zeit kaum wahrgenommen, denn ihr expressiver Realismus traf auf eine Entwicklung, die eher abstrakte Kunstwerke hochschätzte und förderte. Deshalb spricht man von der „verschollenen“ Generation der Kunst.
Manche Künstler und ihre Werke waren lange kaum bekannt. Das lag auch daran, dass sie sich nicht gut in die bekannten Stilrichtungen der modernen Kunst einordnen lassen. Während viele Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg immer abstrakter malten, gingen sie einen anderen Weg. Sie wollten das Leben so zeigen, wie sie es erlebt hatten. Nach den Schrecken des 20. Jahrhunderts suchten sie trotzdem nach dem, was im Leben schön und wertvoll bleibt. Viele von ihnen hatten Diktaturen, Verfolgung und Krieg erlebt. Der totale Krieg traf nicht nur Soldaten, sondern auch die Zivilbevölkerung. Diese Erfahrungen prägten ihre Kunst tief. Darum wirkt diese Kunst bis heute sehr eindrucksvoll. Sie ist ehrlich, lebensnah und nimmt die Wirklichkeit ernst. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen wieder Kriege und große Unsicherheiten erleben, spricht uns diese Kunst auf besondere Weise an.
Aus der Fülle der Kunst dieser verschollenen Generation wird David Schnell einige Künstlerinnen und Künstler exemplarisch vorstellen.
David Schnell ist Pfarrer für evangelische Stadtkirchenarbeit am Frankfurter Museumsufer, unter anderem begleitet er Projekte, bei denen Kirche, Stadt und Kultur zusammenkommen. Bereits im März 2024 war er zu Gast bei „Talk und Turm“ und sprach über Tod und Auferstehung in Bildern aus dem Frankfurter Städel.
Veranstalter
Evangelisches Dekanat Büdinger Land
Veranstalter / veröffentlicht von:
Evangelisches Dekanat Büdinger Land
Bahnhofstraße 26
63667 Nidda
dekanat.buedinger-land@ekhn.dehttps://dekanat-buedingerland.ekhn.de
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