Vom 28. Mai bis 19. Juni ist im Margaretha-Pistorius-Haus im Dekanat Büdinger Land eine Ausstellung zu bedeutenden Reformatorinnen zu sehen. Die Ausstellung wird als Beitrag zum hessischen Reformationsjubiläum sowie zum Niddaer Johannes-Pistorius-Jubiläum präsentiert und eigens um eine Tafel zu Margaretha Pistorius ergänzt.
Die vom Stabsbereich Chancengleichheit der EKHN und dem Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt entwickelte Ausstellung porträtiert vier Frauen, die die Reformation entscheidend mitprägten: Elisabeth von Hessen-Rochlitz, Barbara von Wertheim, Katharina von Bora und Katharina Schütz Zell. Die Ausstellung macht deutlich, wie vielfältig die Rollen dieser Frauen waren: So war Katharina von Bora nicht nur die Ehefrau Martin Luthers, sondern auch seine theologische Gesprächspartnerin, ehemalige Nonne und Unternehmerin. Elisabeth von Hessen-Rochlitz unterstützte den Schmalkaldischen Bund als Geheimagentin, Katharina Schütz Zell wirkte als Schriftstellerin, Laienpredigerin und Theologin, während Barbara von Wertheim in ihrer Grafschaft die Reformation einführte und sich aktiv für den evangelischen Glauben einsetzte.
Besucht werden kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Dekanats, beim Dekanatsfrauentag am 13. Juni sowie nach Rücksprache mit Elisabeth Engler Starck (
elisabeth.engler-starck@ekhn.de, Telefon 0151-22659911). Außerhalb dieser Zeiten können die Ausstellungstafeln auch über das Dekanats-Schaufenster auf der Rückseite des Gebäudes betrachtet werden.