Details
Für Engagierte
Nein
Format der Veranstaltung
Präsenzveranstaltung
Kurzbeschreibung / Untertitel
Politikwissenschaftler spricht über Schöpfungsauftrag und ökologischen Konservatismus
Ausführliche Beschreibung
Unter dem Titel „Macht euch die Erde untertan – Schöpfungsauftrag und Ökologischer Konservativismus" geht der renommierte Politikwissenschaftler Claus Leggewie der Frage nach, welche Bedeutung konservatives Denken in einer Zeit ökologischer Krisen, gesellschaftlicher Umbrüche und politischer Polarisierung haben kann.
Der Satz aus der biblischen Schöpfungsgeschichte „Macht euch die Erde untertan“ ist über Jahrhunderte sehr unterschiedlich ausgelegt worden. Für manche steht er für die Legitimation menschlicher Herrschaft über die Natur, für andere verbindet sich mit ihm vor allem ein Auftrag zu Verantwortung und Bewahrung.
Claus Leggewie nimmt diesen Spannungsbogen zum Ausgangspunkt für eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Konservatismus und seiner Bedeutung für Gegenwart und Zukunft. Dabei nimmt Leggewie eine politische Strömung in den Blick, die lange Zeit prägend für die Entwicklung der Bundesrepublik war und die er heute in einer Krise sieht.
Zugleich grenzt er einen Konservatismus, der sich an Verantwortung, Menschenrechten und dem Schutz natürlicher Lebensgrundlagen orientiert, deutlich von den Positionen der Neuen Rechten und autoritären Tendenzen ab.
Leggewie plädiert für eine Renaissance eines ökologischen und humanistischen Konservatismus. Gerade angesichts des Klimawandels könne konservatives Denken eine neue Bedeutung gewinnen: als Haltung, die nicht allein auf kurzfristigen Nutzen und schnellen Wandel setze, sondern auf das Bewahren dessen, was auch für kommende Generationen unverzichtbar sei.
Mit dem Thema verbindet sich auch die Frage nach der Zukunft der Demokratie. Er betont die Notwendigkeit, Demokratie aktiv zu stärken und autoritären sowie rechtsextremen Entwicklungen entgegenzutreten. Zugleich setzt er auf neue Formen der Beteiligung und institutionelle Innovationen wie Bürgerräte, um mehr Menschen an politischen Entscheidungen zu beteiligen.
Claus Leggewie, Jahrgang 1950, war von 1989 bis 2007 Professor für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit 2015 ist er erster Inhaber der Ludwig-Börne-Professur an der JLU und leitet dort das „Panel on Planetary Thinking“.
Der Satz aus der biblischen Schöpfungsgeschichte „Macht euch die Erde untertan“ ist über Jahrhunderte sehr unterschiedlich ausgelegt worden. Für manche steht er für die Legitimation menschlicher Herrschaft über die Natur, für andere verbindet sich mit ihm vor allem ein Auftrag zu Verantwortung und Bewahrung.
Claus Leggewie nimmt diesen Spannungsbogen zum Ausgangspunkt für eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Konservatismus und seiner Bedeutung für Gegenwart und Zukunft. Dabei nimmt Leggewie eine politische Strömung in den Blick, die lange Zeit prägend für die Entwicklung der Bundesrepublik war und die er heute in einer Krise sieht.
Zugleich grenzt er einen Konservatismus, der sich an Verantwortung, Menschenrechten und dem Schutz natürlicher Lebensgrundlagen orientiert, deutlich von den Positionen der Neuen Rechten und autoritären Tendenzen ab.
Leggewie plädiert für eine Renaissance eines ökologischen und humanistischen Konservatismus. Gerade angesichts des Klimawandels könne konservatives Denken eine neue Bedeutung gewinnen: als Haltung, die nicht allein auf kurzfristigen Nutzen und schnellen Wandel setze, sondern auf das Bewahren dessen, was auch für kommende Generationen unverzichtbar sei.
Mit dem Thema verbindet sich auch die Frage nach der Zukunft der Demokratie. Er betont die Notwendigkeit, Demokratie aktiv zu stärken und autoritären sowie rechtsextremen Entwicklungen entgegenzutreten. Zugleich setzt er auf neue Formen der Beteiligung und institutionelle Innovationen wie Bürgerräte, um mehr Menschen an politischen Entscheidungen zu beteiligen.
Claus Leggewie, Jahrgang 1950, war von 1989 bis 2007 Professor für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit 2015 ist er erster Inhaber der Ludwig-Börne-Professur an der JLU und leitet dort das „Panel on Planetary Thinking“.
Kosten
Eintritt frei
Veranstalter
Evangelisches Dekanat Büdinger Land