Details
Kurzbeschreibung / Untertitel
Waldenserkirche im Exil mit der Demokratie im Gepäck
Ausführliche Beschreibung
Die Waldenserkirche, eine vorreformatorische christliche Bewegung, ist geprägt von Besonderheiten und Schwerpunkten:
Der Diakonie, d.h. dem Einsatz für das Gemeinwesen mit den entsprechenden sozialen Angeboten und einer demokratisch strukturierten presbyterial-synodalen Ordnung in lokaler Autonomie, z.B. bei der Auswahl der Pfarrer.
Diese Überlieferungen hatten ihre Wurzeln in den Waldensertälern und in der Republik der Escartons. Dabei handelte es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Täler in den französischen Alpen und im heutigen Norditalien, die seit dem 14. Jahrhundert weitreichende Selbstverwaltungs-rechte besaßen. Die Bewohner regelten viele Angelegenheiten eigenständig, verfügten über besondere steuerliche Freiheiten und trafen wichtige Entscheidungen gemeinschaftlich.
Diese Erfahrungen politischer Mitbestimmung und lokaler Autonomie prägten auch die Waldenser und ihr Verständnis von Gemeinde und Verantwortung. Als sie ins Exil nach Hessen kamen, brachten sie diese Gepflogenheiten gemeinschaftlicher Selbstverwaltung und demokratischer Teilhabe mit. Der Landgraf von Hessen-Darmstadt genehmigte den Waldensern in der Kolonie Rohrbach-Wembach-Hahn zahlreiche Privilegien und Freiheiten in Gemeinwesen und Kirchenordnung.
So diente die Kirche, auch als Versammlungsraum des Ortes. Als baulicher Mittelpunkt der geplant angelegten Kolonie spielte sie stets eine her-ausragende städtebauliche und sozial-kulturelle Rolle, war Identifikationspunkt des Ortes. Errichtet nach den einfachen reformatorischen Gestaltungsprinzipien, war ihr Innenraum nach einfachen und klaren Prinzipien gestaltet.
Zu diesem Hintergrund findet am 18. Oktober, um 18 Uhr in der Rohrbacher Kirche eine Veranstaltung statt.
Den Auftakt bildet ein Vortrag des Waldenserforschers und Theologen Luca Ghiretti, aus dem sich im Anschluss Gespräche über Gegenwart und Zukunft der Kirche als demokratisches Gemeinwesen ergeben.
Zu diesem interessanten Abend sind Sie herzlich eingeladen!
Der Diakonie, d.h. dem Einsatz für das Gemeinwesen mit den entsprechenden sozialen Angeboten und einer demokratisch strukturierten presbyterial-synodalen Ordnung in lokaler Autonomie, z.B. bei der Auswahl der Pfarrer.
Diese Überlieferungen hatten ihre Wurzeln in den Waldensertälern und in der Republik der Escartons. Dabei handelte es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Täler in den französischen Alpen und im heutigen Norditalien, die seit dem 14. Jahrhundert weitreichende Selbstverwaltungs-rechte besaßen. Die Bewohner regelten viele Angelegenheiten eigenständig, verfügten über besondere steuerliche Freiheiten und trafen wichtige Entscheidungen gemeinschaftlich.
Diese Erfahrungen politischer Mitbestimmung und lokaler Autonomie prägten auch die Waldenser und ihr Verständnis von Gemeinde und Verantwortung. Als sie ins Exil nach Hessen kamen, brachten sie diese Gepflogenheiten gemeinschaftlicher Selbstverwaltung und demokratischer Teilhabe mit. Der Landgraf von Hessen-Darmstadt genehmigte den Waldensern in der Kolonie Rohrbach-Wembach-Hahn zahlreiche Privilegien und Freiheiten in Gemeinwesen und Kirchenordnung.
So diente die Kirche, auch als Versammlungsraum des Ortes. Als baulicher Mittelpunkt der geplant angelegten Kolonie spielte sie stets eine her-ausragende städtebauliche und sozial-kulturelle Rolle, war Identifikationspunkt des Ortes. Errichtet nach den einfachen reformatorischen Gestaltungsprinzipien, war ihr Innenraum nach einfachen und klaren Prinzipien gestaltet.
Zu diesem Hintergrund findet am 18. Oktober, um 18 Uhr in der Rohrbacher Kirche eine Veranstaltung statt.
Den Auftakt bildet ein Vortrag des Waldenserforschers und Theologen Luca Ghiretti, aus dem sich im Anschluss Gespräche über Gegenwart und Zukunft der Kirche als demokratisches Gemeinwesen ergeben.
Zu diesem interessanten Abend sind Sie herzlich eingeladen!
Ansprechpartner
Prädikantin Carola Lautenschläger clautenschlaeger@gmx.de
0 61 67 / 77 30
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